Gesundheit
In Peru ist der Hygienestandard leider nicht besonders hoch. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung sind mangel- bis unterernährt und auch die Säuglingssterblichkeitsrate ist ziemlich hoch. Ein Arztbesuch kostet etwa 10 - 20 Soles und eine Stunde Physiotherapie ca. 20 - 30 Soles. Viele Apotheken bieten so genannte Sprechstunden an, wo dann meist eine Krankenschwester anwesend ist und einfachere Leiden behandelt. Das „IPSS“ (Instituto Peruano de Seguridad Social) bietet z. B. eine Krankenversicherung für etwa 80 Soles pro Monat an, die eine Grundversorgung sichern soll.
Grundsätzlich gilt:
- Nie Leitungswasser oder Fruchtsäfte trinken und Eiswürfel in
Getränken vermeiden; besser ganz darauf verzichten!
- Kein Essen an Straßenständen
- Kein Eis, keine Salate oder ungeschältes Obst essen. Peel it, cook it or leave it.
- Vitaminreiche Ernährung (Orangen, Mandarinen, Bananen, Ananas, Papayas) ist wichtig.
- Vorsicht beim Baden im Amazonas oder in stehenden Gewässern - auch wenn Einheimische dort schwimmen!
- Unbedingt Kondome verwenden!!! Die Gefahr, sich in Peru mit einer Geschlechtskrankheit zu infizieren, ist sehr hoch!
- Bei einer ernsthaften Erkrankung sollten sie sich in Botschaften, Konsulaten und großen Hotels nach einem guten Arzt erkundigen. In größeren Städten sind die Krankenhäuser gut und haben nahezu europäischen Standard. [...]
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Sigrid Steiner
Peru: Leben und arbeiten in Peru
100 Seiten, Arbeitsmappe A4
